Hamburger Verein der Deutschen aus Russland e.V.

 

 Als Russlanddeutsche haben wir in der Geschichte genug von dem Krieg, Angst und Flucht erfahren müssen. Jeder 3. Russlanddeutsche starb während des Zweiten Weltkriegs und in den Folgejahren, sie wurden deportiert, diskriminiert und in den Arbeitslagern als Sklaven behandelt. 

Aufgrund dieser Erfahrungen, aber auch durch unsere Geschichte gilt unsere Solidarität allen in der Ukraine lebenden Menschen, und auch all denjenigen, die in Russland gegen die völkerrechtswidrige Politik ihres Landes protestieren. 

Aus der Vergangenheit wissen wir, dass mit Gewalt kein Frieden geschaffen werden kann. Alles muss jetzt mit gewaltfreien Mitteln getan werden, um das sinnlose Blutvergießen auf allen Seiten zu stoppen. 

Wir fühlen uns mit leidenden Menschen in der Ukraine verbunden und unterstützen  beim Sammeln von Sachspenden und bieten Hilfen für die Schutzsuchenden an.

„Deutsche aus Russland“ ist ein allgemeiner Begriff für Deutsche, die vor mehr als 250 Jahren in das zaristische Russland ausgesiedelt sind. Heute nennt man so auch die Deutschen aus Kasachstan, Ukraine, Usbekistan, Moldau und Baltikum.

Krieg ist wohl eine der schlimmsten Situationen, die man als Mensch erleben kann. Es sind nicht die Völker der Erde, die Kriege wollen. Es sind ihre Regierungen, die Kriege schüren. Mit unserem  Appell setzen sich Hamburger Verein der Deutschen aus Russland e.V. für den Frieden im unabhängigen und souveränen Staat – Ukraine - ein.
Wir hoffen sehr auf baldigen und anhaltenden Frieden in der Ukraine und appellieren an die russische Regierung, den Krieg in der Ukraine und das Leiden der friedlichen Bevölkerung unverzüglich zu beenden.

Unser Appell richtet sich auch an die Menschen hierzulande. Die Stimmung gegen Russlanddeutsche und russischsprachige Menschen wird immer rauer. Einrichtungen wie bilinguale Kindertagesstäten, Vereine und Organisationen, aber auch russische Geschäfte äußern sich besorgt, manche haben die Anfeindungen und Beleidigungen sowie Vandalismus in den letzten Tagen am eigenen Leib erfahren müssen. Traurig zeigt sich vor allem die Situation in den Schulen sowie bei Kindern und Jugendlichen, sie werden dazu genötigt, sich zum Krieg in der Ukraine zu positionieren. Diese Entwicklung ist für uns als Verein, der sich für die Russlanddeutsche einsetzt, besorgniserregend und traurig.
Denn der Frieden bedeutet, sich dem Hass und der Feindseligkeit, gar der Hetze, keinen Raum zu geben und somit die schon vorhandene, schwierige Situation nicht weiter eskalieren zu lassen. Es muss in der deutschen Bevölkerung verstanden werden, dass es sich bei dem Krieg in der Ukraine nicht um einen Krieg geht, dem russische Bevölkerung zugestimmt hat und sicherlich auch nicht die Russlanddeutschen und russischsprechende Minderheiten, die in Deutschland leben.


    Wir helfen Schutzsuchenden aus der Ukraine bei der Übersetzung , beim Ausfüllen von Formularen, Beratung.Wollen Sie auch helfen? Bitte schreiben oder anrufen : 0176 42955474, info.hvdar@gmx.de

Zentrale Erstaufnahme (ZEA)
Bargkoppelweg 66a, 22145 Hamburg
Die Registrierung der Flüchtlinge erfolgt ausschließlich im Ankunftszentrum.

    

 
Sammelaktion für die Menschen in der Ukraine.
Wir brauchen Eure Unterstützung!


- haltbare Lebensmittel und Konserven

- Kindernahrung und Windeln

- Hygieneartikel, Frauenhygiene

- Decken

-Taschenlampen


Sammelpunkte:
Hamburg-Bergedorf:
Reisebüro „Orbita“, Bergedorfer Str. 126, 21029 Hamburg
Arbeitszeit: Mo. und Do.10:00-14:00, Tel.: 040-81974457


Hamburg-Neugraben:
Reisebüro „Katjuscha“, Neugrabener Bahnhofstr. 10 B, 21149 Hamburg
Arbeitszeit: Mo.-Fr. 09:00-13:00, Tel.: 01794967827


Hamburg-Harburg:
Lilest-Reisen, Sand 29, 21073 Hamburg
Arbeitszeit:Mo.-Fr. 11:00-16:00, Tel.: 040-23845229

HVDaR-Büro:
Böhmkenstraße 18
20459 Hamburg

Sa. 11:00-14:00, Tel.:  0176-42 955 474